Vorbeugung der Blasenschwäche

1. Trinken Sie ausreichend!

wassertrinkenDamit die Harnwege immer gut durchgespült werden, sollten Sie eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen, am besten in Form von Wasser und ungesüßtem Kräuter- oder Früchtetee. So schützen Sie sich vor Infektionen und Blasensteinen. Das gilt auch bzw. gerade für Menschen mit einer Blasenschwäche. Sie trinken häufig zu wenig, um die Toilettengänge zu reduzieren. Doch dadurch verstärkt sich die Inkontinenz, da sich die Blase an eine geringere Füllmenge gewöhnt. Im Gegenzug sollten Sie harntreibende Getränke wie Kaffee, schwarzen Tee oder Alkohol meiden.

2. Toilettengänge: 4- bis 6-mal am Tag ist normal

Bei Harndrang sollten Sie den Urin nicht zu lange einhalten, sonst besteht die Gefahr, dass die Keime sich vermehren. Bei Blasenschwäche gilt umgekehrt: Verbessern Sie mit einem gezielten Blasen- und Toilettentraining die Kontrolle über Ihre Blase! So verlängern Sie schrittweise die Abstände zwischen den Toilettengängen, damit sich die Blase wieder an größere Füllmengen gewöhnt.

Das bedeutet für alle: Normal ist es, 4- bis 6-mal am Tag zur Toilette zu gehen.

3. Ernähren Sie sich gesund!

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte. Ein gutes Immunsystem ist der beste Schutz vor Infektionen, die nicht nur eine Blasenentzündung hervorrufen, sondern die Blase insgesamt schwächen können. Ein weiterer positiver Effekt: Wer sich gesund ernährt und regelmäßig bewegt, vermeidet Übergewicht, denn überflüssige Pfunde belasten den Beckenboden. Ein schwacher Beckenboden ist bei Frauen die häufigste Ursache für eine Blasenschwäche. Sorgen Sie für einen leichten Stuhlgang, indem Sie sich ballaststoffreich ernähren. Übermäßiges Pressen belastet eine schwache Beckenbodenmuskulatur zusätzlich. Vermeiden Sie stark gesalzenes und gewürztes Essen, da dies die Blase reizt.

4. Halten Sie sich warm!

Schützen Sie sich vor Unterkühlung. Wechseln Sie nasse oder verschwitzte Kleidung so schnell wie möglich, nasse Badesachen nach jedem Bad. Setzen Sie sich nicht auf kalte Untergründe und halten Sie Ihre Füße warm.

5. Toilettenhygiene beachten!

Für Frauen gilt: Nach dem Stuhlgang von vorne (Scheide) nach hinten (After) wischen, damit keine Darmbakterien in die Harnröhre gelangen können.

6. Die richtige Intimpflege

Nach dem Geschlechtsverkehr sollten Frauen innerhalb von zehn Minuten die Blase entleeren, um Bakterien aus der Harnröhre zu spülen. Die Verwendung eines Kondoms kann Blasenentzündungen ebenfalls vorbeugen. Waschen Sie den Intimbereich nicht mit scharfer Seife und benutzen Sie auch keine Intimsprays oder Intimlotions, um den Säureschutzmantel der Haut nicht zu schädigen. Tragen Sie immer frische Unterwäsche aus Baumwolle, die Sie bei 60 oder 90 Grad waschen können.

yoga7. Sorgen Sie für Entspannung!

Bei häufigem Harndrang können Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training, Tai Chi oder progressive Muskelentspannung helfen, die Symptome stressbedingter Ursachen einer Blasenschwäche zu lindern.

8. Stärken Sie Ihren Beckenboden!

Durch Geburten und hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren sind Frauen häufiger von Inkontinenz infolge einer schwachen Beckenbodenmuskulatur betroffen. Ohne ausreichendes Halte- und Stützsystem sacken jedoch die inneren Organe ab und drücken zusätzlich auf Harnblase und Harnröhre. Auch für Männer ist ein starker Beckenboden wichtig: Nach einem Eingriff an der Prostata leiden viele Männer vorübergehend an Inkontinenz. Diese Form der Inkontinenz kann ebenfalls durch Beckenbodentraining verbessert werden.