Linderung der Blasenschwäche

toilettentrainingToilettentraining

Mit einem gezielten Blasen- und Toilettentraining lassen sich die Kontrolle über die Blase verbessern und die Abstände zwischen den Toilettengängen schrittweise verlängern. So wird die Blase wieder an größere Füllmengen gewöhnt. Die Ergebnisse tragen Sie am besten in ein Trink- und Toilettenprotokoll ein. Notieren Sie zudem, wann Sie den Harndrang verspüren, nach wie viel Minuten Sie diesem nachgeben und ob es zu unfreiwilligem Urinverlust gekommen ist. Ein solches Tagebuch gibt Ihrem Arzt wichtige Hinweise auf Ursache und Form der Blasenschwäche. Das Toilettentraining eignet sich auch für Patienten, die ihren Harndrang nicht mehr wahrnehmen können – zum Beispiel Demenzpatienten. Ziel ist es hier, sich an feste Zeiten für den Toilettengang zu gewöhnen und dadurch unliebsame Zwischenfälle zu vermeiden. Hinweisschilder, ein Toilettensymbol an der Badezimmertür und ein farbiger Toilettensitz dienen Demenzkranken als Orientierung.

Ausreichend trinken

Wer aus Angst, ständig zur Toilette zu müssen, zu wenig trinkt, tut genau das Falsche. Denn so werden die Nieren nicht ausreichend mit Flüssigkeit versorgt und produzieren einen hochkonzentrierten Urin, der die Blase reizt und den Harndrang noch verstärkt. Zudem steigt das Risiko für Harnwegsinfektionen, wenn Nieren und Blase nicht ausreichend durchgespült werden. Die empfohlene Trinkmenge von 1,5 bis 2 Litern pro Tag ist jedoch gerade für Senioren oft nicht zu schaffen. Sprechen Sie Ihren Arzt an und vereinbaren Sie mit ihm eine sinnvolle und realistische Trinkmenge. Meiden Sie im Gegenzug harntreibende Getränke wie Kaffee, schwarzen Tee oder Bier.

entspannungEntspannen

Je nach Ausprägung der Blasenschwäche sind die Betroffenen massiv in ihrer Lebensqualität eingeschränkt und fühlen sich durch ihr Leiden so gestresst, dass sie aus dem Teufelskreis von Anspannung und quälendem Harndrang kaum herauskommen. Mit ein paar einfachen Techniken fällt es leichter, sich zu entspannen und den Harndrang zu lindern. Eine wirksame Methode ist beispielsweise die progressive Muskelentspannung, die sich auch für ältere und bewegungseingeschränkte Menschen eignet und nach einer Einführung zu Hause durchgeführt werden kann. Sprechen Sie Ihren Arzt oder Ihre Krankenkasse auf geeignete Kurse in Ihrer Nähe an.

Gesunde Lebensweise

Ernähren Sie sich gesund und ballaststoffreich. So müssen Sie beim Stuhlgang nicht pressen, was auch die Blase entlastet. Das gilt gleichermaßen für das Wasserlassen: Nehmen Sie sich Zeit und vermeiden Sie es zu pressen. Reduzieren Sie Ihr Gewicht, da überflüssige Pfunde den Beckenboden belasten. Bewegen Sie sich regelmäßig, ohne Ihren Beckenboden übermäßig zu strapazieren.